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#AllesInReichweite mit dem Mazda MX-30 – ein Testbericht

Die Coronasituation führt dazu, über neue Investitionen nachzudenken und der Aspekt der Nachhaltigkeit über die Anschaffung eines Elektroautos. Bevor man von einem Verbrennerantrieb zu einem Elektroauto wechselt, müssen aber viele Fragen geklärt werden. Da E-Mobility noch immer relativ neu ist und für viele Interessierte ein Buch mit sieben Siegeln, existieren auch Unsicherheiten.

Als wir das Angebot bekamen, den Mazda MX-30 eine Woche lang zu testen, war ich voller Vorfreude auf das neue Abenteuer. Unmittelbar kamen aber auch dutzenden Fragen auf, da ich noch nie mit einem Elektroauto gefahren bin. Als ich auf Social Media geteilt habe, ein Elektroauto zu testen, war das Interesse meiner Abonnenten groß, was den aktuellen Trend bestätigt, aber es kamen auch die gleichen Fragen, die mich beschäftigt haben.

Ich oute mich hier vorab als Laie, was Autowissen anbelangt. Ich werde euch in meinem Testbericht auch nicht mit langweiligen Fakten und Fachwissen langweilen. Im Fokus steht unsere Erfahrung im Alltag mit dem Auto.

Mazda MX-30 – unser erstes Elektroauto im Check

Mazda hat im Herbst 2020 das erste Elektroauto auf den Markt gebracht und damit auch einen weiteren Meilenstein in seiner inzwischen hundertjährigen Geschichte. Die Tatsache, dass der japanische Autohersteller eine Frau für die Konzeption und Entwicklung des E-Autos engagiert hat, macht es für Emily und mich noch sympathischer. #teamfrauenpower

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Die Frage aller Fragen: Wie groß ist die Reichweite?

„Und wie weit traut man sich zu fahren, ohne eine rettende Steckdose in Reichweite zu wissen?“

…ist vermutlich die am häufigsten gestellte Frage.

Mazda hat mit 200 Kilometern Reichweite bewusst auf einen kleineren Akku gesetzt, um damit das Gewicht, den Stromverbrauch und den Preis zu verringern. Kleinere Batterien reduzieren den CO2-Abdruck beträchtlich. Die Forschung hat gezeigt, dass man in der Regel selten mehr als 30 bis 40 Kilometer täglich fährt, somit auch kleinere Batterien ausreichen. Und genau das haben wir getestet.

Der Mazda MX-30 auf Reichweiten-Prüfstand

Da ich ein Mensch bin, der sich, was tanken anbelangt, immer auf meinen Mann verlässt und in den ungünstigsten Momenten merkt, ich hätte tanken sollen, war die Reichweite und die damit mögliche fehlende Flexibilität, meine größte Sorge.

Die Auflösung gleich vorab: wir hatten mit der Reichweite keine Probleme. Zunächst ist es tatsächlich ungewöhnlich, wenn man sieht, man kann nur mehr eine bestimmte Kilometeranzahl fahren und kann nicht einfach so einmal zur Tankstelle fahren und in ein paar Minuten volltanken. Schweißausbrüche bekam ich auch, als ich die Heizung, Sitzheizung und das Radio aufgedreht habe und die Reichweite zurückging.

Löst man sich aber von diesen Gedanken, sieht man auch, dass man im Alltag tatsächlich mit den 200 Kilometern gut auskommt.

Wir haben die Reichweite an einem Wochenende auf den Prüfstand gestellt. Am Donnerstagabend haben wir das Auto an einer Ladestation über Nacht GRATIS geladen. Es gibt viele Gratis-Ladestationen, so auch eine in Stegersbach beim Spar. Am Freitag habe ich Emily in die Schule gebracht, war selber in der Arbeit, habe am frühen Nachmittag meine Einkäufe in Fürstenfeld erledigt – das waren insgesamt ca. 40 Kilometer. Frische Blumen bei Blumen Preinsberger, Großeinkauf beim Interspar und der obligate Besuch in der Biorei in Stegersbach. Am späten Nachmittag ging es dann zu den Großeltern – wieder insgesamt 40 Kilometer. Am Ende des Tages hatte ich noch immer 80 Kilometer zur Verfügung. Somit waren meine Zweifel, ob die Reichweite für uns am Ende des Tages ausreicht, aus dem Weg geräumt.

Am Wochenende versuchen wir immer, Zeit draußen zu verbringen und covidkonforme Ausflüge zu machen. Auch hier hatte ich meine Bedenken, ob wir „es nach Hause schaffen“.

Am Samstag waren wir am Stubenbergsee eine Runde spazieren und im Tierpark Herberstein. Als Genussmenschen fällt es uns sehr schwer, nicht in Restaurants und Kaffees nach den Ausflügen einkehren zu können. Somit haben wir uns für Emily etwas Besonderes überlegt: ein Kofferraum-Picknick. Genügend Platz dafür bietet der MX-30. Wir haben einen prall gefüllten Picknickkorb eingepackt und eine Pizza vom Italian geholt. Ja, wir können die Covid-Situation nicht ändern und müssen das Beste daraus machen. Das haben wir nach unserem Ausflug getan und der Mazda hatte uns ein gemütliches Kofferraumplätzchen dafür geboten. Auch hier waren wir am Ende des Tages bei ca. 70 verbleibenden Kilometern – ohne beim Heizen zu sparen.

Am Sonntag haben wir uns Frühstück-To-Go beim Bäcker geholt und sind zu einer Alpaka-Farm in die Steiermark gefahren. Fahrtzeit 40 Minuten, Entfernung 50 Kilometer. Auch hier war am Ende des Tages die Batterie nicht komplett leer und wir haben es problemlos nach Hause geschafft.  

Im Alltag kommt man mit 200 Kilometern für den Weg in die Arbeit, zum Einkaufen und auch als Pendler gut über die Runden und braucht keine Reichweiten-Angst haben.

Wie viel beträgt die Ladedauer?

Für das Laden benötigt der MX-30 an der Haushaltssteckdose eine Nacht oder ca. neun Stunden. An der Schnellladesstation braucht er ca. 30 bis 40 Minuten, um auf 80 Prozent gefüllt zu sein. Die Wallbox zu Hause braucht rund 4,5 Stunden, bis die Batterie voll geladen ist.

Wir haben das Auto immer über Nacht bei der Ladestation aufgeladen. Alleine in Stegersbach gibt es drei Ladestationen.

Öko-Touch bei der Innenausstattung

Getreu dem Motto der Nachhaltigkeit geht es auch im Innenraum weiter. Das Interieur besteht aus verschiedenen nachhaltigen Materialien wie Kork und PET-Recyclat. Die Türverkleidung schaut aus wie Filz, besteht allerdings aus recyceltem Kunststoff. Mein persönlicher Augenschmaus ist die freischwebende Mittelkonsole aus Kork. Eine Reminiszenz auf die Wurzeln des Herstellers. Denn Mazda wurde vor 100 Jahren als Korkhersteller gegründet. 

Vorne gibt es ausreichend Platz. Auf dem Rücksitz gibt es genug Platz für einen Kindersitz. Emily meinte, sie hatte genug Platz im Fond. Vor allem die kleinen, verdunkelten Seitenfenster haben ihr gefallen.

Ansonsten präsentiert sich der Innenraum ganz nach meinem Geschmack: modern und aufgeräumt.

Über das Mazda Connect System kann man schnell die eigenen Inhalte vom Smartphone ins Fahrzeug bekommen und natürlich verfügt so ein modernes Fahrzeug auch über viele Displays. Head-up Display, Ein- und Ausparkhilfe, Klimaautomatik und Fahrerassistenzsysteme, hier muss man eigentlich auf nichts verzichten.

Ein weiterer Augenschmaus sind für mich die Freestyle-Türen. Die gegenläufig öffnenden Türen verleihen dem Auto ein bisschen Extravaganz. Da die B-Säule fehlt, ist das Einsteigen leichter. Emily hatte große Freude an diesem Gadget.

MX-30 – Geräuschlos?

Während andere Hersteller von der Stille der E-Autos schwärmen, simuliert der MX-30 das Geräusch eines konventionellen Verbrenners, was uns wahnsinnig gut gefallen hat und ein Gespür für Geschwindigkeit gegeben hat.

Es wird ein Geräusch erzeugt, das mit der Dynamik der Bewegung auch lauter wird, also die Drehzahl imitiert.

FAZIT

Der Mazda MX-30 macht richtig Spaß. Er fährt sich super, beschleunigt toll, dass man aufpassen muss, es nicht zu übertreiben. Ich bin ein großer SUV-Fan und mag das schnörkellose Design des MX-30.


Unsere Skepsis gegenüber der Reichweite war auch schnell wieder verschwunden. Für alle, die weiterhin Zweifel an der Reichweite haben: Ein Einscheiben-Wankelmotor ist vorgesehen und wird auch entspanntes Reisen ohne Reichweitenlimit ermöglichen. Unsere Emily war ganz wehmütig, als wir unseren Mazda MX-30 wieder zurückgebracht haben. Unsere kleine Weltverbesserin wünscht sich nun ein Elektroauto als neuen Familienwagen.

*WERBUNG – in freundlicher Zusammenarbeit mit Mazda Österreich

Das Leben nicht nur zaghaft kosten, sondern hingebungsvoll genießen. Spüren, wie gut sich die sanfte Brise im Haar anfühlt – und dann barfuß in die Fluten laufen und mit jeder Faser eintauchen. So ist mein Leben. Und so ist mein Blog.