….und was sie mit uns macht..

Unsere Welt steckt in einer Krise. Ja, wir alle tun es. Die einen mehr, die anderen weniger. Schlagworte wie Social Distancing, E-Learning, Homeoffice und Hamsterkäufe begleiten uns durch den Tag. Alles dreht sich um die Zahl der Infizierten, Toten und um die weitere Verlaufskurve. Wird es auch bei uns einen Shut Down geben? Wie geht es weiter?

Chance und Risiken

Man spricht davon, dass der Virus unserer Erde gut tut. Wir sollten das Positive daran sehen. Plötzlich zeigen sich viele solidarisch, helfen anderen, achten aufeinander. In Italien singen die Menschen auf ihren Balkonen und machen einander Mut. Der Konsumwahn, der in den letzten Jahrzehnten angeprangert wurde, geht zurück. Man kauft keine Luxustaschen sondern Klopapier ein.

Und dann hört man von Umsatzrückgängen, Existenzkrisen und Kündigungen.

In den letzten Tagen habe ich viel geweint. In meinem näheren Umfeld habe ich einige Risikopatienten. Und da handelt es sich nicht nur um ältere Personen. Ich habe Angst. Ich habe Angst um meine Angehörigen und mache mir Sorgen um die Zukunft. Und dann kommen mir auch banale Gedanken wie „Wird Emily noch einmal in den Kindergarten gehen können?“, „Wird sie eine normale Einschulung haben?“.

Corona – das globale Gespenst unserer Sorgen und Ängste

Vor ein paar Wochen habe ich das alles kommen gesehen. Während meine Freunde und Kollegen nur Kopfschütteln für meine Prophezeiungen übrig hatten, habe ich schon erahnt, was da auf uns zukommt. Ich musste mir (von Gebildeten und Ungebildeten) einiges anhören. Vergleiche mit Influenza und Verschwörungstheorien wurden mir aufgezeigt. Ich bin ein Optimist und eigentlich dafür bekannt, in allem etwas Positives zu sehen. Aber in der Corona-Krise sehe ich nichts Positives. Menschen sterben, der Wirtschaft geht es nicht gut, Arbeitsplätze gehen verloren, wir werden unserer Freiheit beraubt, Existenzängste machen sich breit. Ja, der Erde geht es besser. Es ist aber naiv zu glauben, dass wir Menschen und die Unternehmen aus der Sache lernen werden. Ein Umdenken stattfinden wird. Nein. Es wird vermutlich noch mehr produziert und gearbeitet werden, um das aufzuholen, was in den Monaten der Corona-Krise verloren gegangen ist. Und auch die Impfgegner werden dadurch nicht klüger werden. Auch wenn sie sehen, wie unsere Welt ohne Impfstoff aussehen würde, verharren sie auf ihren Fakten.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich habe auch für mich persönlich weitaus Schlimmeres erlebt. Mit 6 Jahren, also in Emilys Alter, musste ich mein Land verlassen, weil der Krieg ausgebrochen war. Ich musste mein Zuhause, meine Spielsachen, meine Freunde und Verwandte zurücklassen. In einem fremden Land mussten meine Familie und ich uns zurechtfinden. Ich kenne das Gefühl alles zu haben und plötzlich nichts. Also geht es mir auch nicht um die Finanzkrise, die auch Österreich treffen wird. Es tut mir leid, dass Emily in dieser Zeit aufwachsen muss. Nicht mit ihren Freunden spielen und ihre Familie sehen darf. Nicht nur unbeschwert sein darf.

Man spricht von einem Umbruch, von einer Welt, die im Wandel ist. Das unsere Welt nicht mehr so sein wird, wie sie einmal war.

Und das macht mir Angst…   

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